Die andere Wange hinhalten

bergpredigt, wandbilder zur harmonisierung von Mensch und Raum, raffaela spataro winterthur

Gestern besuchte ich einen Gottesdienst. Das Thema des Gottesdienstes war «Frieden». Wir bildeten Gruppen und diskutierten über das Thema Frieden. Zum Thema Frieden kamen diverse Aspekte zur Diskussion. Wir behandelten den Satz aus der Bergpredigt: „Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu“ (Matthäus 5.39)

Die Teilnehmenden fanden beispielsweise, dass es heissen könnte nicht mit gleicher Münze zurückzuschlagen. Wenn man im Frieden mit sich und der Umwelt ist, hat man eine andere Kraft in sich, die es ermöglicht reflektiert zu reagieren, vielleicht nach den Gründen im Verhalten des Gegenübers zu suchen. Vielleicht das Gespräch suchen und nachzufragen? Wenn man in der eigenen Mitte ist, muss man einen Angriff nicht unbedingt persönlich nehmen. Es wurde auch diskutiert, was das Bibelwort «Auge um Auge, Zahn um Zahn» bedeutet, das im Volksmund sehr verankert ist. Ghandi bemerkte dazu: «Auge um Auge, Zahn um Zahn» lässt die Welt erblinden. Auch wurde über einen konstruktiven Umgang mit dem eigenen Leiden gesprochen und nicht zuletzt ein ganz interessanter Aspekt: Was kann man tun, damit der Angreifer bei solch ungewohnten Reaktionen nicht das Gesicht verliert? Im Buddhismus sagt man eine Entscheidung sei nur gut, wenn sie für alle gut ist. Das heisst, es braucht Zeit, um eine wirklich gute Reaktion oder Entscheidung herbeizuführen.

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